Atemnot, Herzrasen, Engegefühl in der Brust. Häufig treten besagte Symptome im Falle eines Herzinfarktes auf. Aber nicht immer. Manchmal handelt es sich um das sogenannte Broken-Heart-Syndrom, auch Takotsubo-Syndrom (TTS) genannt. 

 

Bei dieser Herzmuskelerkrankung kommt es aufgrund starker emotionaler oder körperlicher Belastung zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen. Diese exzessive Zufuhr resultiert in einer Irritation des Kalzium-Stoffwechsels. Die Spitze der linken Herzhälfte verformt sich ballonförmig und die Aorta verengt sich stark, wodurch die Pumpfunktion des Herzens wesentlich beeinträchtigt wird. Unbehandelt kann die Krankheit im Extremfall sogar mit dem Tod enden. Die Folgen sind somit nicht zu unterschätzen. Zu beachten gilt, dass nicht nur belastende Geschehnisse als Auslöser agieren. Übermässige Glücksgefühle können dem Herzen ebenfalls schaden. 

 

Prof. Dr. Dr. Christian Templin, der Leiter der akuten Kardiologie am Universitätsspital Zürich, hat gemeinsam mit einem interdisziplinären Team bestehend aus Neurowissenschaftlern und Kardiologen TTS-Patienten mithilfe des MRT untersucht und mit unbetroffenen Probanden verglichen. Tatsächlich zeigte sich, ruhig daliegend, bei den Takotsubo-Patienten eine deutlich geringere Konnektivität zwischen Arealen, welche verantwortlich sind für die Regulation des Limbischen Systems sowie zwischen Arealen, welche mit dem Sympathikus assoziiert sind. Dies weist gemäss den Autoren darauf hin, dass die Integration zwischen dem Autonomen Nervensystem und dem Limbischen System eine wichtige Rolle beim TTS spielen könnte. 

 

Ausschlaggebend für den Erfolg der Studie sei die fachübergreifende Zusammenarbeit gewesen, erklärt Prof. Dr. Dr. Templin. Kardiologen würden ihre Forschungen hauptsächlich auf das Herz fokussieren. Um die Krankheit jedoch besser zu verstehen, sei eine interdisziplinäre Kollaboration weiterhin notwendig.  

 

Quellen:

https://bit.ly/2TvpybX

https://bit.ly/2C7m8lQ

https://bit.ly/2YPwikQ

https://bit.ly/2K4rCUV

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