Der jüngste Bericht des BFS ist alarmierend über den Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen in der Schweiz. 
Während in den meisten Nachbarländern der Trend rückläufig ist, nimmt in der Schweiz das geschlechtsspezifische Lohngefälle zu. Der unerklärliche Anteil der Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen stieg um 2 Prozentpunkte. Kurz gesagt, die Lohndiskriminierung von Frauen nimmt zu. 

 

Ein größeres Lohngefälle in KMUs 


Für alle Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern besteht jedoch die Verpflichtung, die Gehälter ihrer Mitarbeiter überprüfen zu lassen. Im Jahr 2013 haben das Bundesamt für Justiz und das Bundesamt für Gleichstellung der Geschlechter diese Empfehlung ausgesprochen. Diese Verpflichtung gilt jedoch nicht für kleinere Unternehmen. 

 

Ein erhöhter Unterschied für "hochverantwortliche" Positionen

Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen nimmt mit dem Aufstieg in der Hierarchie zu. Infolgedessen kann das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen bis zu 36% betragen. Das BFS zeigte, dass Frauen mit "hoher Verantwortung" 8861 Franken brutto verdienen, gegenüber 10 878 Franken bei Männern, was einem Unterschied von 18,5% entspricht. 

Die Hauptfaktoren, die diesen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen erklären

Während einige dieser Lohnunterschiede auf strukturelle Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Profil der Person (Alter, Ausbildung, Dienstalter) zurückzuführen sind, bleibt ein anderer Teil unerklärt. 

Was sind also die anderen Gründe für diesen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen? 

Liegt der Grund darin, dass Frauen weniger Lohn fordern als Männer? Oder weil sie Mutterschaftsurlaub nehmen? Oder sind diese Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen schlussendlich nur reine Diskriminierung? 
Wäre dieser Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen nicht untrennbar mit der Stellung der Frauen in der Schweizer Gesellschaft verbunden? 

Diese Fragen bleiben ungeklärt........ 

Schließlich gibt es noch ein Thema zu klären, nämlich das des Tabus der Vergütung. 
Eine neue Plattform will die Menschen ermutigen, über dieses Thema zu sprechen, was letztendlich alle interessiert, aber nach wie vor sehr schwierig zu diskutieren ist. 
"Zeige deinen Lohn" ist die Plattform, die Tabus brechen will. Auf dieser Plattform kann jede Person ihr Foto und ihr Gehalt frei veröffentlichen. Ziel dieser Initiative ist es, die Transparenz der Löhne zu verbessern und damit Ungleichheiten abzubauen. 

Obwohl noch ein langer Weg vor uns liegt, erscheint es notwendig, diese anhaltenden Ungleichheiten energisch zu bekämpfen.

 

Informationsquellen:

https://www.letemps.ch/suisse/leprouvante-bataille-legalite-salariale

https://www.letemps.ch/suisse/salaires-lecart-entre-femmes-hommes-reste-partie-inexplique

http://www.travailsuisse.ch/themes/egalite/egalite_des_salaires

 

 

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