Dem Universitätsspital Basel gelang Anfang Juni dieses Jahres ein Durchbruch. Nachdem fast ein Jahrzehnt entwickelt und getestet wurde, fand die erste Korrektur eines Oberkiefers mit einem von Roboterhand gesteuerten Lasereingriff statt. Bei dieser modernen Behandlungsapparatur handelt es sich um eine wesentliche Komponente des CARLO-Systems. Dieses ermöglicht es Knochengewebe kontaktfrei mit kalter Lasertechnologie zu schneiden.

 

Innovation

CARLO ist der erster Medizinal-Roboter, welcher dazu im Stande ist. Vor seiner Erfindung galt die Einsetzung der Lasertechnologie für Knochenschnitte als ausgeschlossen. Die meisten digitalen bzw. robotisierten Geräte im Operationssaal imitieren nämlich die Bewegung eines durch Menschen geführten Joysticks beziehungsweise setzen diese mit dem jeweiligen Instrument um. 

 

Vorgehen

Das Startup Unternehmen Advanced Osteotomy Tools (AOT) AG, das sich in Basel befindet, hat mit CARLO ein System erschaffen, welches global einsetzbar ist und dessen Bedienung gewisse Ähnlichkeit mit einem Handy aufweist. So kann der Roboter via Apps während dem gesamten operativen Verfahren, von der Planung bis zur Durchführung, digitale Beihilfe leisten. Eine erste dieser Apps wurde für den oben genannten Oberkiefereingriff entworfen. Der Geschäftsführer von AOT nannte diese innovative Technologie den „digitalen Schlüssel für die robotische Chirurgie“.

 

Stolzer Direktor

Der Spitaldirektor des Universitätsspital Basel Dr. Werner Kübler behauptet, dass mit dem ersten Einsatz des Systems an einem Menschen gefestigt werde, dass sein Unternehmen eine führende Rolle im Prozess der medizinischen Digitalisierung innehabe. Zur Zeit wird eine Studie durchgeführt, welche zum europäischen Zulassungsprozess des Systems gehört. 

 

Zukunft

Die Gründer von AOT denken schon weiter. Das Laser-Osteotomie-System soll in der Lage sein, Analysen des Gewebes während eines Eingriffes durchzuführen. Dadurch wären die jeweiligen Ärzte während einer Operation stets im Bilde darüber, ob sie sich in krankem oder gesundem Gewebe befinden. Schon jetzt zeigt der Laser einige sicherheitsbedingte Pluspunkte im Vergleich zu den üblichen Instrumenten. Der Laser lässt überdies den Heilungsprozess schneller voranschreiten und ermöglicht eine Vielzahl unterschiedlicher Schnitte und schonender Techniken. 

 

Ziel ist es, dass der Laser, nach dem erfolgreichen Abschluss der Studie, an den internationalen Markt gebracht und künftig bei Operationen am gesamten Körper verwendet werden kann. 

 

Quellen

https://bit.ly/2ZjbAtn

https://bit.ly/2YvpOKK

 

Hinterlasse einen Kommentar: