Was hat es eigentlich auf sich mit der vielbesungenen „multiprofessionellen, interdisziplinären Zusammenarbeit“, deren Bedeutung für das Gesundheitswesen stetig zu wachsen scheint? Ein konkretes Beispiel liefert folgendes Politprojekt der Schweizerischen Akademie für Qualität in der Medizin SAQM.

 

Das Pilotprojekt heisst „sektorenübergreifender Behandlungspfad Kolorektalkarzinom“. Ziel: alle Patienten nach evidenzbasierten Richtlinien bestmöglich koordiniert zu versorgen. Unnötige Verzögerungen der Behandlung und Doppelspurigkeiten sollen vermieden werden. Von der Grundversorgung bis zur hochspezialisierten Medizin, vom Screening bis zur Betreuung am Lebensende, ist der Pfad definiert. 

Dieser Pfad wurde von 20 Fachgesellschaften und Berufsgruppen (z.B. Onkologiepflege Schweiz, Schweizerische Gesellschaft für Gastroenterologie) erarbeitet. Jede der 20 Organisationen bestimmte zunächst die evidenzbasierten Schlüsselinterventionen ihres eigenen Bereiches. Danach wurde ein gemeinsames Interventionsset festgelegt. Die Interventionen müssen eine Behandlung ermöglichen, die folgende Kriterien erfüllt:

  • Unabhängig vom Wohnort qualitativ hochstehend
  • Standardisiert
  • Optimal koordiniert
  • Auf anerkannten internationalen oder nationalen Guidelines fussend

Nach Erkennung, Diagnostik und Staging geschieht die Zuteilung zu „Wahrscheinlich heilbar“, „Wahrscheinlich nicht heilbar“, oder „Lebensende“. Davon ausgehend wird ein situationsgerechter Behandlungsplan aufgestellt und der Fall wird im Tumorboard unter Einhaltung von ebenfalls im Rahmen des Politprojektes bestimmten Minimalkriterien besprochen.

 

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https://www.clickjob.ch

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Quelle: https://bit.ly/2zOVGLP