Das Schweizer Gesundheitssystem könnte ohne Hilfe vom Ausland nicht weiter bestehen. So wird fast jede fünfte Arztpraxis von einem Deutschen geführt. Was macht nun aber gerade die Schweiz so attraktiv für die deutschen Ärzte? 

 

Zeit für die Patienten

Anscheinend sei es bei weitem nicht nur das Gehalt, welches zum Umzug in die Schweiz antreibt. Bessere Arbeitsbedingungen, mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten und keine vorgegebene Budgetierung seien die Hauptfaktoren. Bei Fachärztin Simone Deyle war es vor allem die Möglichkeit der bedürfnisgerechten Patientenbetreuung, welche sie zu einem Umzug bewegte. Sich Zeit nehmen zu können, um tiefgründig die Beschwerden ihrer Klientinnen und Klienten zu behandeln, dass hatte ihr in Deutschland gefehlt. 

 

Keinen Klassenunterschied

Fachärztin Karin Bias ist von der Klassenlosigkeit begeistert. Der Versicherungsstand spiele in puncto Wartezeiten und Terminvergaben keine Rolle und sei deutlich weniger spürbar als in Deutschland. Für sie persönlich habe dies zu einem angenehmeren Arbeitsumfeld geführt.  

 

Den Patienten wieder in den Mittelpunkt stellen

Holger Engel, Facharzt für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie, fügt hinzu, dass der Patient für ihn hier in der Schweiz wieder zu einem Individuum geworden wäre. Statt dem Umsatz nachzurennen, kann er sich nun wieder ganz seinem Beruf hingeben und ein „fürsorglicher Arzt“ sein. Im deutschen System, beschwert sich der Arzt, seien die Patienten und Patientinnen zu einer „Massenware“ geworden.

 

 

 

 

Videoquelle: 

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-in-europa/deutsche-aerzte-zieht-es-in-die-schweiz-100.html

 

 

 

 

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